Ansatz

Theorie

 

Der Amo-Ansatz hat einen wissenschaftlich-theoretischen und einen lebenspraktischen Aspekt. Beide Aspekte sind unlösbar miteinander verbunden und bedingen sich gegenseitig. Der Ansatz selbst ist eine Spiegelung des Universellen Prozesses auf kognitiver Ebene.
Hier finden Sie die wissenschaftliche Seite des Ansatzes, dargestellt  anhand meines persönlichen Forschungsprozesses. Oder Sie blättern gleich weiter zur Praxis >


Auf der Suche nach dem
inneren Kern von Allem

Seit meiner Jugend bewegen mich zwei Fragen:

  • Liefern die Religionen, Philosophien und Weisheitslehren tatsächlich jeweils unterschiedliche Möglichkeiten die Sinnfragen des Menschen zu beantworten, wie die Postmoderne behauptet? Oder gibt es in den geistigen Traditionen dieser Welt gemeinsame fundamentale Erkenntnisse? Vielleicht sogar eine gemeinsame Essenz?
  • Und: Sollte es eine solche Essenz tatsächlich geben: Was sagt sie aus? Würde sie sich auch mit den Wissenschaften vereinbaren lassen?

Ich wollte den universellen Kern aller inneren Traditionen – aller Kulturen und Epochen – finden.

Eine solche gemeinsame Essenz wäre eine immense Chance

  • für Frieden und Einverständnis zwischen Kulturen und Religionen;
  • für die Verhinderung von Dogmatismus, Fundamentalismus und einseitigen Ideologien;
  • für die Vermeidung von Missverständnissen über den Innenraum von Selbst, Welt und Menschheit;
  • für die Erkenntnis klarer Richtlinien auf der Suche des Menschen nach sich selbst und nach konstruktiven Möglichkeiten der Lebensbewältigung;
  • letztendlich für eine lautlose Bewusstseins-Revolution, die keine Angriffsfläche bietet und daher unaufhaltsam voranschreiten kann.

So entstand ein breit angelegtes, selbständiges, bis heute andauerndes Forschungsprojekt – die Untamed-Wisdom-Journey. Das Projekt führte mich in die verschiedenen Kulturkreise und verschmolz schon bald mit meinem eigenen geistigen Weg zu einer Einheit. Es wurde eine Lebensaufgabe daraus.


 

„Auf der Suche nach der Wahrheit konnte ich hautnah erfahren, wie sich die verschiedenen Geisteshaltungen zu unterschiedlichen Wirklichkeiten gestalteten.“

Neue Maßstäbe für Wissen und Lernen

Während eines Feldforschungsaufenthaltes bei den Huichol-Indianern in Mexiko erlebte ich im Rahmen von Ritualen wiederholt den Durchbruch in eine Bewusstseinsdimension jenseits der gewöhnlichen Alltagsrealität. In dieser Dimension hoben sich alle ethnischen, kulturellen oder weltanschaulichen Unterschiede auf. Es waren Einheitserlebnisse, die sich völlig anders anfühlten als alles, was ich bisher darüber gelesen hatte. Aber auch umgekehrt: erst anhand dieser Erfahrung verstand ich die Tiefendimension der Literatur.

In dieser Zeit wurde mir bewusst, dass wissenschaftliche Theorie und subjektives Erleben zwei völlig verschiedene Dinge sind und dennoch eine vollkommene Einheit bilden können. Mir wurde klar, dass – insbesondere in den inneren Wissenschaften wie Bewusstseinsforschung, Psychologie, Therapie, Religionswissenschaften, aber auch in den Kultur-, Geistes- und Sozialwissenschaften, – der subjektive Zugang auf keinen Fall ausgeklammert werden darf. Wo objektive Forschung und subjektive Erfahrung nicht in einen direkten Bezug gebracht werden, entstehen Schubladen und allzu exakte Vorstellungen, die den unvoreingenommenen Zugang verhindern und stattdessen zu Klischees und Vorurteilen führen. Potenzielle Kreativität und innere Orientierung werden blockiert!

Unsere westliche Zivilisation steckt voller Konzepte, die der Wirklichkeit bei Bedarf einfach übergestülpt werden wie ein Fertigprodukt. Dies ist der Grund, weshalb wir im Westen voller Wissen stecken und dennoch geistig extrem spröde und unbeweglich sind. Gerade die moderne Welt aber mit ihrer Informationsüberflutung und der Fülle an widersprüchlichen Theorien verlangt nach einer fluiden, keiner dogmatischen Wissensbewältigung.

Sei meiner Dissertation über die Weltanschauung der Huichol-Indianer gehöre ich zum Lager derjenigen, die fordern: „Wir brauchen einen neuen Umgang mit Wissen und eine gänzlich neue Vermittlung von Wissen. Wir brauchen eine neue Art des Lernens. Ein Lernen, das uns persönlich in lebendige Beziehung setzt mit dem Stoff, aus dem Theorien, Konzepte, Modelle und Landkarten gemacht sind.“

Wir brauchen neue Maßstäbe in der wissenschaftlichen Methodologie und der allgemeinen Didaktik. Mit meiner Arbeit möchte ich zeigen, wie dies praktisch möglich wird (Universal Process, 4-Säulen-Modell) und was es dabei mit der Selbstrealisation auf sich hat. Ja, ich möchte zeigen, dass „die neue Lernerfahrung“, egal um welches Gebiet es sich handelt, sogar unmittelbar zur Selbstrealisation führt.

Ich muss ich nicht länger Geistlicher, Gelehrter, Yogi oder Schamane sein, um den geistigen Weg bis in die tiefste Tiefe gehen zu können. In jedem Beruf kann ich über richtiges Lernen zur „Erleuchtung“ gelangen. Von jedem Punkt der Welt aus kann ich, egal unter welchen Umständen, zur Essenz finden.


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„Die ungnädige Bewertung einzelner Leistungen wird der Wertschätzung des ganzen Menschen weichen.“

 

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Grundlagenwerk >

 

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Und es gibt sie doch!

Eine fundamentale Wahrheit

Aus heutiger Sicht kann ich anhand meiner Forschungen mit tiefer Überzeugung bestätigen, was schon einige integrale Denker vor mir sagten:
Das Herz aller Kulturen und Religionen ist eins.

Alle geistigen Lehren treffen sich in einer Maha-Erkenntnis (sanskrit: maha – groß), die ebenso einfach wie fundamental ist: Alles ist mit allem verbunden. Verbunden durch die Teilhabe an einer den ganzen Kosmos durchdringenden geistigen Ordnungsdimension. Die Achtung dieser Ordnung entscheidet über Wohl und Wehe des Menschen. Gott, Brahman, Dao wurde sie genannt; ihre Prinzipien wurden von Göttern und mythischen Wesen personifiziert. Gemeint war jedoch immer diese Eine omnipräsente Bewusstseinsessenz.

Hätten sich mehr Menschen mit ihrem übernommenen Wissen und ihrer eigenen Weltanschauung in Beziehung gesetzt und zugleich damit auseinandergesetzt, wäre diese Erkenntnis längst selbstverständlich. Bisher waren es einfach zu wenige als dass die kritische Masse hätte erreicht werden können.

Durch die Ergebnisse der neuen Wissenschaften erfährt die Welt-Innen-Schau eine weitere Bestärkung. Gerade die Physik, welche die Grundlage der Naturwissenschaften bildet, fand auf der Suche nach den kleinsten Bausteinen der Materie nämlich heraus, dass Materie gar nicht auf Materie aufgebaut ist. Im Bereich des Kleinsten – nur ein anderer Ausdruck für „innen“ – ist das Ganze beziehungshaft.
Genau an dieser Stelle also reichen sich Wissenschaften und Weisheitslehren nach langer, langer Trennung wieder die Hand. Der nächste Bewusstseins-Quantensprung ist nicht mehr aufzuhalten, er kann höchstens verzögert werden.


„Es gibt etwas, das war schon vor Himmel und Erde. Still und leer steht es allein und verändert sich nicht, kreist es und erschöpft sich nicht. Vielleicht ist es die Mutter der zehntausend Dinge. Ich kenne seinen Namen nicht. Daher nenne ich es den Weg.
Ich finde keinen besseren Namen und bezeichne es als groß. Es ist groß und es fließt dahin. Es fließt immer weiter, und auch wenn es wegfließt, kommt es zurück. Der Weg ist groß, der Himmel ist groß, die Erde ist groß, und auch der Mensch ist groß. Dies sind die vier großen Kräfte des Universums. Und der Mensch ist eine davon.
Der Mensch folgt der Erde, die Erde folgt dem Himmel, der Himmel folgt dem Weg, der Weg folgt seiner eigenen Natur.“

Laotse im 25. Kapitel des „Tao Te King“

Der Universelle Prozess

Globaler Ethik-Kompass

Das Ganze muss ein Ganzes bleiben, sonst wäre es kein Ganzes mehr…
Die eigentliche Herausforderung bestand für mich darin, der Dynamik dieser Allverbundenheit oder interconnectedness gerecht zu werden. Denn die Allverbundenheit des Ganzen ist nichts Statisches. Im Gegenteil ist sie etwas höchst Lebendiges. In ständigem Wandel begriffen, zeigt sie sich immer wieder neu. Also untersuchte ich die Quellen noch einmal hinsichtlich dieser Beziehungsdynamik.
Jede Kultur hat ihren eigenen unverwechselbaren Symbol-, Mythen- und Ritualkodex. Jede Religion ist einmalig. Jede Philosophie liefert besondere Antworten auf die Herausforderungen der Welt an den Menschen…
Doch schließlich wurde ich fündig. Als ich alle diese Codices „übereinanderlegte“ und ihre Oberflächen „in leuchtender Unschärfe“ betrachtete (wildes Denken), fand ich in der Tiefe eine ganz spezifische Struktur. Eine Struktur, in der sich die gesetzmäßige innere Dynamik der Wirklichkeit widerspiegelt; heute nenne ich sie „den Universellen Prozess (universal process)“.

Diese Struktur ist das Design des Urprinzips Leben, des Genius von Wandel und Transformation. Sie ist Vorbild für alle konstruktiven Lebens-, Wachstums- und Beziehungsprozesse – die Grundstruktur von BEWUSSTSEIN.
Sie ist die Struktur von Mythos und Ritual, die Struktur aller geistigen Wege, ja die Struktur der unio mystica, der Einheitserfahrung selbst. Sie ist die Urstruktur des Phänomens „Religion“ im Sinne der ursprünglichen Bedeutung des Wortes – Rückverbindung.
Das eigentliche Wesen der Essenz verbirgt sich im Charakter des Relationalen selbst. Ihr Geheimnis liegt in der Intelligenz verborgen, mittels derer sich der Kosmos selbst organisiert/reguliert und selbst transzendiert. Es offenbart sich in der Art und Weise, wie es das Ganze schafft, unter allen Umständen ein Ganzes zu bleiben und gleichzeitig ständig über sich selbst hinauszuwachsen.

Die Struktur der Bewusstseinslehren stimmt vollständig mit der „Holomovement-Hypothese“ des Quantenphysikers David Bohm (1917-1992) überein: Bohm hatte eine implizite Ordnung des Kosmos konstatiert und deren lebendigen Charakter als Holomovement – Die Eine Bewegung beschrieben (ein Ausdruck, den in meinen ersten Arbeiten noch anstelle des „Universellen Prozesses“ verwende).

In Zusammenschau mit Bohms Theorie können wir folglich sagen: Der Universelle Prozess spiegelt die geistige Intention des Kosmos wider. Er zeigt, wie sich der Mensch in die innere Ordnung einschwingen kann, um selbst in Ordnung zu kommen – körperlich, seelisch und geistig, sozial und kulturell, global. Er zeigt, wie der Mensch seine kreativen Kräfte nutzen soll, um mit dem Fluss des Lebens zu schwimmen anstatt gegen ihn zu arbeiten. Er ist ein globaler Ethik-Kompass.

Ein fruchtbarer Austausch verband mich über viele Jahre hinweg mit dem Physiker Hans-Peter Dürr. Auch in unserem „Dialog zwischen Wissenschaft und Bewusstsein“ ging es um das eigentliche Wesen der Wirklichkeit, das weder über die Sinne noch mittels des rationalen Denkens erfasst werden kann. Die Prozesshaftigkeit des Ganzen ist nur der Intuition zugänglich.


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„Herzensqualitäten sind Eigenschaften, die uns befähigen, mit dem Prozess des Lebens zu gehen anstatt ständig gegen ihn zu arbeiten.“

 

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Das Kulturbuch >

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Das Undenkbare denken

Der Begriff „wildes Denken“ wurde in den 60ern von Claude Lévi-Strauss, dem bekannten französischen Ethnologen und Mitbegründer des Strukturalismus geprägt.
Wild – weil er diese Denkstruktur vorwiegend bei Naturvölkern fand, im Unterschied zum Westen, wo das rationale Denken vorherrscht.
Während das rationale Denken spaltet und Gegensatzpaare bildet, also dualistisch ist, verbindet das wilde Denken. Es geht analog vor: Wie oben, so unten. Wie in der Vergangenheit, so in der Gegenwart und auch in Zukunft. Wie bei mir, so bei dir.
Dabei ist es unlösbar an die fühlende Wahrnehmung, das Mitfühlen oder Einfühlungsvermögen gekoppelt.

50 Jahre nach Lévi-Strauss gelang es mir, das Neue Wilde Denken zu definieren:

 

Das Neue Wilde Denken im Rahmen der Amosophie

  1. Die Struktur des wilden Denkens ist deckungsgleich mit dem Universellen Prozess. Das wilde Denken ist holographisches Denken.

  2. Wildes Denken ist das Innendenken, rationales Denken das Außendenken.

  3. Der Universelle Prozess liefert das Vorbild dafür, wie der Mensch Innenwelt und Außenwelt, wildes und rationales Denken miteinander verknüpfen kann.

  4. Es ist das Ziel aller Weisheitstraditionen, durch diese Verbindung den Dauerkonflikt des Menschen als Wesen zwischen Natur und Kultur zu lösen. Denn nur so kann er seiner inneren Natur gerecht werden und gleichzeitig sein kreatives Kulturpotenzial entwickeln.

  5. Diese Erkenntnisse legen nahe, dass wildes und rationales Denken komplementär im Menschen angelegt sind (!) und in jedem Einzelnen gleichwertig entwickelt und genutzt werden wollen.

  6. Die beiden Denkformen dürfen also nicht länger verschiedenen Kulturdächern oder gar den Geschlechtern zugeordnet werden!

  7. Alle Bewertungen hinsichtlich der Überlegenheit des Rationalen gegenüber dem wilden, verbindenden, intuitiven Denken (welches bis heute als irrational, unvernünftig und primitiv angesehen wird) führen sich an dieser Stelle selbst ad absurdum.

 

Wildes Denken führt zur Hochzeit von Intuition und Intellekt. Es überschreitet die Modalitäten des rationalen Denkens, wie Begründung, Argument, Beweis. Ihm geht es darum, im Ungewissen und Veränderlichen die zeitlosen Prinzipien zu berühren und dieser Berührung Ausdruck zu verleihen. Das Wilde Denken ist Wahrheitsberührung.
In allen geistigen Traditionen hat es daher Priorität gegenüber dem Rationalen. In der westlichen Zivilisation ist es genau umgekehrt.

Auch gilt es einzusehen: Neues Denken und neues Bewusstsein haben nichts mit dem Austausch von Denkinhalten zu tun. Es handelt sich um eine immense Erweiterung des menschlichen Bewusstseins selbst. Die beiden Denkformen sind kognitive Funktionen, die den beiden Hemisphären des Gehirns zugeordnet werden können. Die neuen Wissenschaften stellen die Kultur der Gegenwart und besonders das Bildungssystem folglich vor völlig neue Aufgaben. Aufgaben, die jedoch realisierbar sind. Denn: „Unser Kopf ist rund, damit das Denken seine Richtung wechseln kann.“ (Francis Picabia)


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„Wir müssen das Undenkbare denken. Wir müssen dort denken, wo man nicht denken kann. Alles andere ist nicht der Mühe wert.

Paul Virilio, französischer Philosoph

 

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Der Universelle Prozess >

 

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Bewusstsein heißt Lieben

Amo ergo sum – hinter diesen Worten verbirgt sich meine Antwort auf René Descartes berühmten Ausspruch „cogito ergo sum – ich denke, also bin ich“, dem Leitspruch der westlichen Zivilisation.

Wie das 4-Säulen-Modell zeigt, ist der Tempel der westlichen Zivilisation auf einem trennenden Paradigma erbaut. Seine Grundpfeiler stehen für ein materialistisch-mechanistisches Weltbild mit einer Überbetonung des spaltenden rationalen Denkens und eines patriarchalen Wertesystems.
Unsere Kultur ist daher höchst einseitig außen-fokussiert. Systematisch versperren die vier Säulen den Zugang zum Weltinnenraum. Sie schneiden den Menschen von seinen Stärken ab, berauben ihn der Intuition und seiner natürlichen ethischen Orientierung. Auf diese Weise machen sie ihn zu einem gefügigen Bürger (lat. civis): im Alltag zu einer Konsummaschine; in Krisenzeiten zu einer Hetzmaschine oder Tötungsmaschine.

 

 

Das trennende Weltbild ist nicht nur überholt. Seine zerstörerischen Tendenzen sind nicht mehr zu übersehen. Anstelle des Trennenden muss das Verbindende zum Mittelpunkt des Denkens und Handelns und unserer Beziehungen werden.
Die Liebe.

Denn Liebe ist nur ein anderes Wort, ein Synonym für Verbundenheit. Ein Wort jedoch, das in jedem Menschen Erinnerung auszulösen und seinen eigenen persönlichen, subjektiven Bezug zur Essenz herzustellen vermag. Aus diesem Grund ist es so wichtig, dass jeder Mensch von Anfang an genügend Liebe erfährt. Ohne Liebe keine Ganzheit. Gelebte Liebe müsste das Zentrum – das Heiligtum – jeder Kultur bilden. Liebe ist sowohl innerstes Wesen wie auch lebendiger Ausdruck von Verbundenheit, von Wahrheit. Liebe ist die nach Verbindung strebende Kraft. Wenn es früher hieß: „Gott ist die Liebe“, war nichts anderes als DAS gemeint. Ich selbst mag den Ausdruck „Gott“ nicht, und bisweilen finde ich ihn sogar gefährlich. Bevorzugt verwende ich deshalb das Wort „Bewusstsein“.


Intrinsische Werte

Heute geht es darum, den IQ durch den HQ (Herzquotient) zu ergänzen. Es geht um die Rückeroberung eines verlorenen Orientierungswissens, das uns wie ein Kompass durchs Leben navigiert und dabei zur Entwicklung einer fließenden Bewusstheit beiträgt.
Jede intakte Kultur pflegte die inneren Räume. Wo immer diese Pflege verloren ging, degenerierten auch Ethik und Gesellschaft.

 

 

Das Wort „Tugend“ kommt „taugen“. Gemeint sind Eigenschaften, die dem Leben taugen. Herzensqualitäten, die Facetten der Liebe, sind solche Tugenden. Es sind Eigenschaften, die weder konstruiert noch von außen oktroyiert sind. Vielmehr sind es innere Bedürfnisse, die zu Werten geweckt und als Charaktereigenschaften geschult werden können. Als solche sind sie menschliche Werte, universale Werte, Leuchtspur einer Ethik, die den Universellen Prozess widerspiegelt und auf direktem Weg zur Selbstrealisation führt. Alle Herzensqualitäten stehen miteinander in einem logischen Zusammenhang und bedingen sich gegenseitig. Eine Qualität führt zur nächsten. Indem wir sie in wachsenden Ringen integrieren, erschließen wir das gesamte Spektrum unseres Bewusstseins und schulen unsere fließende Intelligenz.


Plädoyer für eine globale Kultur des Herzens

Wer die inneren Räume zurückerobert, beginnt die üblichen Macht- und Manipulationsspiele zu durchschauen – bei sich selbst wie bei anderen – und lernt, sich in diese Spiele nicht mehr zu verstricken. Er beginnt auf seine innere Stimme zu hören und seinen eigenen Weg zu gehen. Er übernimmt Verantwortung und setzt sein Potenzial zum Wohl des Ganzen ein. Selbstrealisation wird zur Weltrealisation.

Die neue Kultur entsteht von der Basis her, im Sinne einer Grassroot-Revolution. Sie manifestiert sich durch die Transformation des Einzelnen, vieler Einzelner. Daher ist sie lautlos und unaufhaltsam, denn sie bietet keine Angriffsfläche mehr.

 

Eine Kultur des Herzens

  • zeichnet sich durch die Synthese des Verschiedenartigen auf der Basis einer gemeinsamen geistigen Ausrichtung und universaler Werte aus;
  • ist vom Wesen her interconnectiv, kulturübergreifend und transkonfessionell und fördert einen gesunden Pluralismus;
  • transzendiert Herrschaftssysteme mit ihren künstlichen Hierarchien zugunsten von kreativer Kooperation und Kompetenz-Hierarchien;
  • lässt aus Gesellschaften Gemeinschaften werden;
  • stärkt die Verantwortung des Einzelnen gegenüber dem Ganzen;
  • ermöglicht jedem Menschen ein Leben in Autonomie und Würde, ermutigt ihn zu einer lebensfördernden Vision und unterstützt die produktive Entfaltung seiner individuellen und menschlichen Anlagen;
  • sorgt für ein gleichwertiges Miteinander der Geschlechter;
  • fördert Kohärenz und Synchronisation auf allen Ebenen der Existenz und trägt daher zur individuellen, sozialen, kollektiven und ökologischen Gesundung bei;
  • ist kosmozentrisch und hat einen gemeinsamen Bezugspunkt: die universelle Wahrheit.

 


 

LOGO-CG-ohneClaimFind yourself and change the world!

In diesem Geist treffen wir uns in den amoChange Groups, um selbst die Initiative zu ergreifen.

 

 


Perspektive

Zum ersten Mal in der Geschichte erkennen wir die gemeinsame Essenz aller inneren Traditionen und sehen, dass diese Essenz mit den Aussagen der neuen Wissenschaften über den Weltinnenraum übereinstimmt. Das heißt: Wir sind kollektiv dabei, die vereinende Ordnung des Ganzen zu entdecken. Wir sind dabei zu entdecken, wie sich jeder Mensch in diese Ordnung einschwingen kann, um Heilung, Inspiration und Glück zu erlangen – sprich: um selbst in Ordnung zu kommen.

Dabei öffnet sich eine völlig neue Perspektive auf die körperliche, seelisch-geistige und gesellschaftliche Gesundheit, auf Beziehungen, Familie und Gesellschaft, Kommunikation und Leadership, Wirtschaft und Politik, Erziehung und Pädagogik. Eine Perspektive, die zugleich das uralte Wissen der Menschheit mit anderen Augen betrachten lässt.